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Wozu Umwelt- und Naturschutz?

Seit den 60er Jahren gewinnt die Umweltschutzbewegung zunehmend an Bedeutung. Globalisierung, Industrialisierung, Überbevölkerung und stetig steigender Konsum haben deutliche Spuren hinterlassen und n zwingen uns nun zu einem Umdenken.


Das Problem aber ist, dass wir in der Froschperspektive leben. Damit wird gemeint, nur das, was direkt vor uns passiert wird gemerkt, leider fehlt uns der Überblick. Auch verschließt sich der Mensch gerne vor solchen Problemen, die ihn nicht direkt betreffen und lebt deshalb teilweise in Luftschlössern.
Uns fehlen einfach unglaublich viele Perspektiven, um wirklich realisieren zu können, wie schnell wir die Natur zerstören. Denn vor meiner Haustür sieht es immer noch ähnlich aus wie vor 2 Jahren. Also ist alles gesund und munter!


Gehen wir davon aus, dass ab 1860 die Umweltverschmutzung bedingt durch die Industrialisierung begonnen hat. Nicht aus den Augen gehen lassen: seit 3,4 Mio Jahren gibt es Leben auf der Erde, welches trotz stetiger Veränderung immer im Einklang der Natur lebt. In den letzten 100 Jahren hat sich die Weltbevölkerung fast vervierfacht, und jeder der Menschen heute hat grundsätzlich die gleichen Bedürfnisse hinsichtlich Nahrung, Bildung und Konsum.
Das Ergebnis: der weltweite Konsum ist mit dem stetig steigenden Wohlstand und der wachsenden Weltbevölkerung sprunghaft angestiegen. Mobiltelefone, Computer, Autos, Fahrräder, von allem wird immer mehr nachgefragt und produziert. Und die Produktion all dieser Güter geht zu Lasten der Umwelt.


Auch der Fleischkonsum steigt. Fleisch ist in weiten Teilen der Welt kein Luxusgut mehr. Meere werden hierfür leer gefischt. Tierzucht und Landwirtschaft verbrauchen zudem große Mengen von Wasser und erzeugen einen großen Teil der weltweiten Treibhausgase, was wiederum den Klimawandel fördert.


Der weltweite Energiebedarf steigt ebenfalls: die uns mit Nahrung, Konsumgütern und Energie versorgenden Industrien erzeugen riesige Mengen von Treibhausgasen – vor allem CO2, aber auch Methan, Lachgas und andere Gase. Diese Gase sammeln sich in der Erdatmosphäre und bilden eine Art Barriere.


Zugegeben, dass CO2 von Bäumen durch Photosynthese wieder aus der Atmosphäre gefiltert wird, aber große Teile des Regenwaldes (vor allem in Brasilien) werden abgeholzt, um sie für landwirtschaftliche Zwecke zu nutzen. Das Ergebnis: Mehr CO2 gelangt in der Atmosphäre; diese auf der Erde gefangene Extra-Energie heizt die Erde langsam aber stetig auf – wie in einem Treibhaus – daher die Bezeichnung Treibhauseffekt. Die Wasser- und Lufttemperaturen steigen weltweit, wodurch die Polkappen schmelzen (der Antarktis ist jetzt um 3 Grad wärmer), und katastrophale Konsequenzen verursachen. Anderenorts erzeugt die Erderwärmung Dürren.


Es ist wirklich schön, den Tieren bei ihrem Treiben zuzusehen, wenn z.B die zukünftige Vogelmutter ein Nest baut oder nach einem Wurm sucht. Aber viele Tiere haben einen wichtigen Nutzen. Zum Beispiel die vor dem Aussterben stehende Biene (vor allem in Großbritannien), die die Obstbäume bestäubt.


Eine aktive Umwelt schafft nachweislich einen gesunden Wohnort. So erzeugen Bäume z.B nicht nur lebenswichtigen Sauerstoff, sondern sie filtern auch lebensbedrohliche Stoffe, wie Feinstaub, welcher die Lunge schädigt, heraus.


Ich bin der festen Meinung: Die Natur ist die beste Apotheke und der beste Ingenieur.
Viele Heilmittel kommen aus der Natur (denken wir an das indische Heilsystem Ayurveda). Die Natur ist sehr mysteriös: es ist noch nicht einmal annähernd alles erforscht, was es an Tier und Pflanzenarten auf der Welt gibt und was sie nützen könnten.


Aber man wird sehr oft mit dem Argument konfrontiert „Was hilft es, wenn ich was mache, wenn in XY-Land/Stadt die Leute das auch nicht machen“ oder so ähnlich.


Ist dieses Argument nicht schwachsinnig? Denn mit dieser Argumentation wäre nicht einmal ein vernünftiges Zusammenleben möglich. Jeder Mensch, auch wenn er sich sich als einen kleinen, unbedeutenden Punkt fühlt, kann dazu beitragen, dass er etwas für die Umwelt tut. Ich hoffe ich kann die Leser ein wenig motivieren in dieser Hinsicht positiver zu denken.

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