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Sommernachmittag

Es ist heiß heute. Ich liege im schattigen, kühlen Gras unter dem Nussbaum in unserem Garten. Das Sonnenlicht flittert in hellen Flecken durch das Blätterdach, wenn ich nach oben blicke. Das Spiel von Licht und Schatten, das Zirpen der Grillen und die schwüle Luft erfüllen mich mit einem angenehmen Wohlgefühl. Ein leichter Wind macht die Hitze erträglich und trägt den Duft einiger Blumen herüber. Um mich herum summt es und ein leuchtend gelber Schmetterling gaukelt über die Wiese.

Schläfrig beobachte ich einen über das Gras hüpfenden Vogel. Als er mich bemerkt, fliegt er erschrocken davon. Er fliegt höher und höher hinauf in den weiten, blauen Himmel. Dabei wird er immer größer und sein Federkleid beginnt in bunten Farben zu schillern.

Bildquelle: https://img.pixers.pics/

Seine Schwanzfedern verlängern sich zu einem Schweif, der einen leuchtenden Streifen hinter sich herzieht. Einen lauten Schrei ausstoßend verschwindet der Vogel hinter glühenden Bergen am Ende des Horizontes. Der Himmel beginnt, sich mit dunklen Wolken zu füllen und das Geräusch der Grillen um mich herum wird immer lauter. Auch das Vogelgezwitscher nimmt mehr und mehr an Lautstärke zu. Alles ist so laut!
Unser Kater setzt sich neben mich und starrt mich mit grünen Augen an. Der Wind wird stärker und das Sonnenlicht verschwindet jetzt gänzlich hinter den sich auftürmenden Wolken, während das Vogelgezwitscher und die Geräusche der Insekten weiter anschwellen. „Du hast den Feuervogel erschreckt“, teilt mir unser Kater mit. „Jetzt wird es bald regnen.“
Fröhliches Kinderlachen unterbricht den Lärm des Windes und der Tiere und mein Arm zuckt. Verwirrt schlage ich die Augen auf. Der blaue Himmel über mir ist unverändert und der leichte Wind macht die Hitze erträglich.

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